Seit 1998 ist im Ricam Hospiz viel Erfahrung und Wissen in der Hospizarbeit und palliativen Beratung gesammelt worden. Diese Kompetenz kommt direkt Patienten und ihren Angehörigen im stationären und ambulanten Ricam Hospiz zugute. Parallel dazu machen wir dieses Wissen, das essentiell im Umgang mit sterbenden Menschen ist, öffentlich zugänglich. Dafür haben wir ein Bildungsprogramm entwickelt, das sich an Bürgerinnen und Bürger ebenso wendet wie an Institutionen des Gesundheitswesens.

Bildung für Ehrenamtliche
Voraussetzung für die ehrenamtliche häusliche Sterbebegleitung ist die Teilnahme an unserem Vorbereitungskurs. Hier werden alle notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, sowie emotionale und spirituelle Kompetenzen geschult. Damit sind Sie optimal vorbereitet auf die Herausforderungen in der häuslichen Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen.

Ricam Hospiz stationär

Delbrückstr. 22
12051 Berlin

T 030 628 880 0
F 030 628 880 60

Standort

Bildungsangebote

    Dauer
    Der Kurs beinhaltet 130 Unterrichtsstunden und zusätzlich 24 Stunden Hospitation im stationären Hospiz, in einer stationären oder einer ambulanten Pflegeeinrichtung.

    Kosten
    Die Teilnahme am Kurs kann kostenlos sein, wenn der oder die Teilnehmende mindestens ein Jahr lang ehrenamtlich im Ricam Hospiz tätig ist. Zunächst wird eine Gebühr von 250,00 € erhoben, die zurückgezahlt wird, wenn ein Jahr ehrenamtlicher Tätigkeit geleistet wurde.

    zertifiziert nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes.

    Palliative Care ist die umfassende Sorge für Menschen am Lebensende. Sie umfasst sowohl die somatische Dimension von Pflege und Medizin als auch die psychosoziale und spirituelle Begleitung. Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und deren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die im Zusammenhang mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung stehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, gewissenhafte Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art. (WHO2002)

    Zielgruppe
    Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeitende der stationären Pflegeeinrichtung mit ihren verschiedenen Berufsprofilen. z.B. Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, AltenpflegerInnen, PflegehelferInnen, SozialarbeiterInnen, Therapeuten, und Mitarbeitende der Hauswirtschaft.

    Ziele
    Die Weiterbildung hat das Ziel, die Erfahrungen und Einstellungen der spezialisierten Versorgung („Palliative Care“ in Hospizen) auch in die allgemeine Versorgung zu implementieren. In der Vergangenheit ist es mit Hilfe des Ricam Hospizes gelungen, in ganzen Wohnbereichen von Seniorenheimen Palliative Care nicht nur theoretisch zu schulen, sondern fest zu verankern. Die jeweiligen Träger profitieren von höherer Kompetenz, besserem Ruf und Bettenauslastung und motivierteren Mitarbeitern.

    Palliative Care erfolgreich einführen
    In einer Organisation benötigt neues Wissen einen fruchtbaren Boden, um erfolgreich zu Wachstum, Veränderung, Zufriedenheit und Kohärenz zu führen. Fortbildungen der Mitarbeiter an der Basis können die gewünschten Effekte am besten entfalten wenn das Management die Begeisterung für Verhaltensänderungen begrüßt und sich dadurch Strukturen und Vorgehensweisen in der Einrichtung partnerschaftlich verändern lassen.

    Zusammenfassung
    Die Weiterbildung „Palliative Care in Pflegeeinrichtungen“ verändert die Einrichtungskultur nachhaltig. Die Kooperation der verschiedenen Berufsgruppen und Hierarchieebenen ist der Motor dieses Veränderungsprozesses. Die Weiterbildung ist praxisnah und wird auf den besonderen Bedarf der jeweiligen Heimeinrichtungen ausgerichtet. Für den Erfolg entscheidend sind die sorgfältige Vorbereitung und die Begleitung des Implementierungsprozesses während und nach der Weiterbildung und die Praktika und Lerninhalte, die in engem Bezug zueinander und zur Arbeitssituation in der Einrichtung des Auftraggebers stehen.

    „Hospiz macht Schule“ ist ein Titel, der aufhorchen lässt und seine Doppelsinnigkeit in einem spannenden Projekt zur Entfaltung bringt.

    Im Fernsehen – meist in Krimis – erleben Kinder den Tod bzw. das Sterben in einer Scheinwelt. In der Realität haben allerdings 90% der Kinder schon in den ersten 10 Lebensjahren Kontakt zu diesem Thema. Ob ein naher Verwandter stirbt oder ein liebgewonnenes Haustier – oft bleiben Kinder mit ihrer Traurigkeit allein, da es in den meisten Familien ungewohnt ist, über Verlust, Tod und Sterben zu sprechen. Es bestehen Berührungsängste. Die Hospizbewegung hilft, diese Ängste abzubauen.

    Eine ganze Woche wenden sich die Kinder, fünf erfahrene Hospizmitarbeiterinnen und der Klassenlehrer in einem geschützten Rahmen behutsam den Fragen von Werden und Vergehen, Krankheit und Leid sowie Tod, Sterben und Traurigsein unvoreingenommen zu und finden gemeinsam Wege aus der Sprachlosigkeit.

    Nancy Sommerfeldt

    030 600 50 17 30

    ...

    Interessierte Schulen können sich gerne mit Nancy Sommerfeldt vom ambulanten Ricam Hospiz in Verbindung setzen.

    Im Ricam Hospiz machen die Mitarbeiter sehr intensive Erfahrungen bei der Arbeit mit Sterbenskranken, mit der Angehörigen- und Trauerarbeit und z. B. auch mit multiprofessioneller Teamarbeit. Gerne teilen wir diese Erfahrungen, die wir wegen unserer ausschließlichen Hinwendung zu Menschen am Lebensende machen können. Wir sind überzeugt davon, dass gute Sterbebegleitung an jedem Ort und in jedem professionellen Zusammenhang erfolgen kann, wo sich Menschen dafür engagieren und dass der palliative und hospizliche Gedanke in unserem Gesundheitswesen vermehrt Einzug halten muss. Nach Absprache und in begrenztem Umfang können uns Gruppen von Interessierten besuchen.

    Vermietung unserer Seminarräume

    Räume

    In unseren Seminarräumen können kleine Gruppen bis zu 25 Teilnehmern Seminare und Workshops durchführen. Neben den zwei großen Seminarräumen steht ein kleinerer Raum zur Verfügung, um in kleineren Gruppen zu arbeiten.

    Ausstattung

    Ein Beamer ist vorinstalliert. Laptop kann auf Wunsch gestellt werden. Flipchart ist vorhanden. In einer großen Küche mit Kaffemaschine, Wasserkocher, Herd, Kühlschrank und Geschirrspüler können die Teilnehmer ihre Pausen verbringen.

    Unsere moderaten Preise erfahren Sie auf Anfrage. Bitte wenden Sie sich dazu direkt an Frau Toska Holtz.