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Vom Geheimtipp zum Bestseller: Die Flockenleserin

“Die Flockenleserin. Ein Hospiz, 12 Menschen, ein Mörder“ verpackt das Tabuthema „Sterben“ als spannenden Krimi.

Wird im Hospiz beim Sterben nachgeholfen? Diese Frage gibt Stoff für einen Krimi. Mike Powelz, der Chefreporter der HÖRZU, hat ihn geschrieben. Ein Jahr lang hat der Autor Patienten im Hospiz begleitet. Spannend vermittelt der Roman ganz nebenbei Einsichten über das, was für Menschen am Lebensende getan werden kann. Bisher nur als e-book erhältlich, kommt der Roman im Dezember in die Regale der Buchhandlungen. Diese Lesung ist weit mehr als eine Buchvorstellung. Sie ist auch eine multimediale Reise in die deutsche Hospizbewegung und hilft dabei, sich einem Thema zuzuwenden, über das wir meist lieber nicht nachdenken möchten – unser eigenes Lebensende, das unserer Nächsten und wie wir einander beistehen bis zuletzt. Mit den Erlösen der Veranstaltung wird das Ricam Hospiz in Berlin-Neukölln unterstützt.

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18.November 2014
20:00 Uhr
Grüner Salon der Volksbühne
Eintritt: 9 Euro

Karten über den Grünen Salon der Volksbühne

Presseinformation (Quelle: Deutsche Hospiz- und Palliativ Stiftung)

Am 6. März 2013 erschien der Hospizkrimi „Die Flockenleserin“ erstmals als E-Book bei Amazon – und entwickelte sich durch Mundpropaganda zum Bestseller. Deshalb wird der Kriminalroman, der laut Autor Mike Powelz (43) eine „heimliche Gebrauchsanleitung für das Sterben“ ist, am 6. Dezember 2014 neu vom Verlag Amazon Publishing veröffentlicht – als Taschenbuch (9,99 Euro) sowie E-Buch (4,99 Euro). Außerdem erscheint der Roman, für den Powelz seinen Vater im Münsteraner Hospiz „Lebenshaus“ sowie zwölf Menschen im Hamburger Hospiz „Leuchtfeuer“ beim Sterben begleitete, im ersten Quartal 2015 als Taschenbuch und E-Book in den USA, England und Kanada (Titel: „Terminal“.) Die Rechte für das deutsche Hörbuch liegen beim Thono Audio Verlag. Das Vorwort zur „Flockenleserin“ wurde verfasst von der mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichneten Kriegsreporterin Antonia Rados, eine zweites Einführung steuert die Rückführerin Ursula Demarmels bei.

Doch was ist das Erfolgsgeheimnis des Hospizkrimis? „Es gibt gefühlte Tausend Ratgeber zum Thema Geburt“, bilanziert der Hamburger Chefreporter Mike Powelz – „doch was bislang leider fehlte, war ein ehrliches Buch, das sich mit dem ‚Abenteuer Sterben’ beschäftigt und alle psychologischen, mentalen sowie medizinische Fragen beantwortet, die sich jeder Mensch am Lebensende stellt. Dazu zählt auch der Begriff ‚Flockenlesen’ – eine Handlung, die viele Menschen auf dem Sterbebett vollziehen. Während des Flockenlesens zittern die Hände von Todkranken unruhig mit den Händen über der Bettdecke.“

Inhaltlich geht es um die 84-jährige Minnie, die ein Zimmer im fiktiven Hamburger Hospiz ‚Haus Holle’ bezieht – und dort zwölf Mitbewohner kennenlernt, etwa einen Freimaurer, eine Ex-Schönheitskönigin, ein lesbisches Ehepaar sowie eine Hundezüchterin und einen Ex-Politiker. Alle Gäste sind todkrank. Plötzlich jedoch sieht Minnie eine unheimliche Gestalt durch das nächtliche Haus huschen – und erkennt nach einem Doppelmord sowie dem Erstickungsfall eines weiteren Gastes, dass ein Serienmörder sein Unheil treibt und es ein verstecktes 13. Zimmer gibt. Leider jedoch werden Leichen niemals obduziert in Hospizen. Folglich heftet sich die alte Dame selbst an die Fersen des nächtlichen Mörders – und begegnet dabei einem Kater, der den Tod riechen kann. Alles läuft hinaus auf einen Wettlauf gegen die Zeit – und gegen das eigene Sterben. Auf dem Sterbebett kommt es zur letzten Konfrontation zwischen Minnie und ihrem Mörder.

„Ich kaufte das Buch mit dem Vorsatz, es kritisch auseinander zu pflücken – und verschlang es. Es hat mich sehr beeindruckt.“, so Angelina Verhorst, Leiterin des Johannes-Hospizes Münster. Auch die Ärzte-Zeitung „Medical Tribune“ fällt ein positives Urteil: „Die Flockenleserin“ unterhält, berührt und macht nachdenklich. Der Autor schafft es mit seinem Buch, dem Tabuthema Sterben etwas von seinem Schrecken zu nehmen. Darüber hinaus vermittelt er mal ernsthaft, mal augenzwinkernd, gut recherchierte Einblicke in den Alltag der Menschen im Hospiz – Bewohner und Betreuer.“
Thomas Sitte, Vorstand der Deutschen PalliativStiftung: „Kürzlich habe ich erstmals bewusst den Prozess des Flockenlesens bei einem sterbenden, kleinen Mädchen gesehen. Durch das Buch konnte ich der Mutter wichtige Fragen beantworten. Und es hat sie sehr beruhigt. Das ist schon verrückt. Fast 40 Jahre begleite ich Sterbende – und kannte das Flockenlesen nicht bis zum Lesen des Buchs.“