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Mein Anfang im Ricam Hospiz

Claudia Gerlach-Jaeckel
Claudia Gerlach-Jaeckel

Claudia Gerlach-Jaeckel arbeitet als Altenpflegerin seit 15 Jahren im Ricam Hospiz

Claudia Gerlach-Jäkel erinnert sich an ihren Anfang im Ricam Hospiz:

Bevor ich mit der Hospizbewegung in Berührung kam, arbeitete ich als Verlagskauffrau in Berlins einziger Mittagszeitung „Der Abend“ in der Anzeigenabteilung, später unter anderem im Ullstein- Buchverlag. Dann mit Ende dreißig wollte ich was ganz anderes machen. Ich absolvierte eine Altenpflegeausbildung. Bei einem Praktikum im Krankenhaus erlebte ich, was viele Pflegekräfte und Ärzte damals für selbstverständlich hielten, weil sie es eben nicht besser wussten: „Die Sterbenden wurden zum Sterben ins Badezimmer geschoben“. Seit diesen Erlebnissen regte sich innerer Widerstand. Es musste doch möglich sein, Sterbende anders zu begleiten. Ich begann mich über die Hospizbewegung zu informieren. Und dann las ich in der Zeitung, dass ein Hospiz gegründet werden soll und dass noch Interessierte gesucht werden, die diesem Projekt den Weg ebnen wollen. Einmal die Woche trafen wir uns in der Vorbereitungsgruppe, ich hatte mein Examen bereits absolviert und arbeitete in der Pflege. Es war ein bunter Haufen, ein Banker war dabei, die meisten kamen aber aus der Pflege. Wir begannen die Öffentlichkeit von unserem Vorhaben zu informieren, schließlich brauchten wir Geld, um das Hospiz zu gründen. Wir nahmen an Straßenfesten teil, an Weihnachtsmärkten, kamen mit Leuten ins Gespräch und erzählten ihnen von uns. Vieles haben wir selbst erfunden. Damals gab es noch keine Formulare, mit denen sich Patienten im Hospiz anmelden konnten. Auch unser Dokumentationssystem, mit dem heute auch andere Hospize arbeiten, mussten wir erst einmal gemeinsam mit einem Unternehmen entwickeln. In den letzten 15 Jahren hat sich viel getan. Mit Hospiz ist nicht mehr nur ein Ort gemeint. Hospiz verstehe ich heute als Haltung dem Leben und den Menschen gegenüber. Diese Haltung hat die Sicht auf Menschen verändert, nicht nur in der Pflege, auch im normalen Leben. Natürlich mussten wir Ricam-Hospiz-Pioniere auch lernen, dass wir plötzlich in einem Wirtschaftsbetrieb arbeiten, in dem Abläufe wie in jedem Unternehmen auch ökonomisch sinnvoll strukturiert werden müssen. Die Selbstfindung ist lange vorbei und es ist ganz natürlich, dass sich Dinge professionalisieren. Es war gut, dass es diese „Kuschelphase“ des Anfangs gab und es ist gut, wie wir jetzt aufgestellt sind: gut vernetzt und bekannt und dass wir viele Förderer gewinnen konnten.


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