Aktuelle Ausgabe
Titelthema:
Danach... Gespräche mit Hinterbliebenen

Die lebenszeit erhalten Sie in den Kinos der Yorck-Kinogruppe, in Mieterbüros der "Stadt und Land", der degewo und des wbv Neuköllns und an vielen anderen Orten Berlins.

Die lebenszeit wird im Druckhaus Spandau als Spende ans Ricam Hospiz gedruckt.
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lebenszeit – Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende

Tabu Kindstod: »Eltern, die sie so gerne sein wollten«

Illustration: (C) Anja Sommer

Wenn Paare ein Kind während der Schwangerschaft oder nach der Geburt verlieren, versinkt die Umgebung oft in Sprachlosigkeit. Beinahe wäre eine Familie entstanden, nun bleibt die Wiege leer. Vor 30 Jahren galt es noch als heilsam, wenn die Frauen ihre toten Kinder gar nicht erst zu Gesicht bekommen und schnell vergessen. Seit einigen Jahren wird nun wieder an die Tradition der post-mortem-Fotografie angeknüpft. Das Foto des toten Kindes wird zum Kleinod intimer Trauerkultur. Maureen Grimm und Anja Sommer sprachen mit betroffenen Frauen und beteiligten Berufsgruppen. Ihr Buch »Still geboren« ist ein Plädoyer für eine Trauerkultur, die nicht verdrängt, sondern den Schmerz integriert, um wieder zu leben.

Eine Stiftung fürs Ricam Hospiz

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Ein Erbe ermöglicht die Gründung der Ricam Hospiz Stiftung. Über eine Idee, das Engagement vieler und den Wunsch, der Nachwelt etwas Bleibendes zu hinterlassen

Röntgenbild der Seele

Man braucht wache Sinne, um sich Menschen in Ängsten und Nöten zuwenden zu können. Den dunklen Raum ihrer Gefühle zu öffnen, es darin auszuhalten und vielleicht gemeinsam heraus zu finden, ist die tägliche Arbeit der Psychologin Heike Lampe. Sie sorgt sich um die Seelen von Menschen, denen nur noch wenig Lebenszeit bleibt, und hilft ihnen, sich bis zuletzt dem Leben zuzuwenden. Ein Gespräch mit Heike Lampe

Take care! Auf dem Weg in eine fürsorglichere Gesellschaft?

Späte Liebe. Elke R. Steiner

Eines steht fest: ein Tabu im eigentlichen Sinn besteht nicht mehr für die Themen Krankheit, Sterben Tod und Trauer. Gesundheitswesen, Politik, und Medien beschäftigen sich damit. Auch jeder einzelne sieht für sich den mahnend erhobenen Zeigefinger – schon aus Vorsorgegründen. Gerade erst ist in einem ernsten ethischen Diskurs der hohe Stellenwert von Selbstbestimmung – auch [...]

Darf ich lachen, wenn Du gestorben bist?

Illustration: Ernst Möhl

Auf dem Friedhof ist die Familie versammelt, um die verstorbene Grossmutter nach längerer Leidenszeit zu beerdigen. Der schmale Sarg wird in die Erde gelassen. Da ruft plötzlich die 10-jährige Enkelin: „Und wie passen denn Omas O-Beine überhaupt da rein?“ Einige der Trauergäste brechen in prustendes Gelächter aus, andere gucken noch ernster.

Die Ex-und-Hopp-Gesellschaft

Foto: Ricam Hospiz

Abschiede sind Teil unseres Lebens. Besonders schmerzhaft empfinden wir endgültige Abschiede von Menschen, die wir lieben. In ihrem gerade erschienenen Buch »Das Unverwundbare« macht sich die Autorin Lisa Freund für eine Haltung stark, die uns hilft, Abschied zu nehmen und Krisen zu bewältigen

lebenszeit – die Online-Ausgabe

Die Sommerausgabe 2011 der lebenszeit

lebenszeit – das Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende wirft den Blick auf Themen, die im Alltag meist ausgeblendet werden. Die gedruckte Ausgabe der Lebenszeit im handlichen Format erhalten Sie an vielen Orten der Stadt und selbstverständlich im Ricam Hospiz. Förderer und Freunde des Ricam Hospizes erhalten Sie kostenlos