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eine Weihnachtsgeschichte
»Heiligabend ist kein Datum, es ist ein Fest«, erzählt mir Dorothea, die Leiterin des Ricam-Hospizes im Berliner Stadtteil Neukölln. »Und manche Patienten feiern es früher als andere.« Ich hatte mich erkundigt, wie man in einem Hospiz, das ja für schwerkranke und sterbende Menschen da ist, den Advent und Weihnachten feiert. Denn eigentlich hatte Dorothea mir auf meine Frage mit diesem einen Satz schon alles Entscheidende gesagt: Im Hospiz feiert man Weihnachten nach den Vorgaben und Bedürfnissen der Patienten. In einem Fall wurde die Weihnachtsgans schon in den ersten Novembertagen serviert, da es sich abzeichnete, dass Herr Schneider nur noch kurz zu leben hatte.
Ein Gespräch mit dem Filmemacher Andreas Dresen anlässlich des des Kinostarts seines Films “Halt auf freier Strecke”. Im Ricam Hospiz begann er gemeinsam mit Cooky Ziesche für diesen Film zu recherchieren. Sein Film gewann 2011 bei den Filmfestspielen in Cannes den ersten Preis in der wichtigen Nebenreihe “Un certain regard”.
Nachdem der Filmemacher Andreas Dresen in seinem Film “Wolke 9” die Sexualität im Alter ins Bild gesetzt hat, versucht er sich nun am letzten Tabu des Films, dem Tod. Sein Grenzgänger zwischen Spiel- und Dokumentarfilm beobachtet den unabwendbaren Angriff eines Tumors auf eine Familie
Doreen Pless besucht seit 2009 schwerstkranke Menschen zu Hause und begleitet sie während der letzten Lebenszeit. Ihr Bericht über »Betty« gibt einen Einblick in die Arbeit ambulanter Hospizhelfer.
Wenn Paare ein Kind während der Schwangerschaft oder nach der Geburt verlieren, versinkt die Umgebung oft in Sprachlosigkeit. Beinahe wäre eine Familie entstanden, nun bleibt die Wiege leer. Vor 30 Jahren galt es noch als heilsam, wenn die Frauen ihre toten Kinder gar nicht erst zu Gesicht bekommen und schnell vergessen. Seit einigen Jahren wird nun wieder an die Tradition der post-mortem-Fotografie angeknüpft. Das Foto des toten Kindes wird zum Kleinod intimer Trauerkultur. Maureen Grimm und Anja Sommer sprachen mit betroffenen Frauen und beteiligten Berufsgruppen. Ihr Buch »Still geboren« ist ein Plädoyer für eine Trauerkultur, die nicht verdrängt, sondern den Schmerz integriert, um wieder zu leben.
Ein Erbe ermöglicht die Gründung der Ricam Hospiz Stiftung. Über eine Idee, das Engagement vieler und den Wunsch, der Nachwelt etwas Bleibendes zu hinterlassen
Man braucht wache Sinne, um sich Menschen in Ängsten und Nöten zuwenden zu können. Den dunklen Raum ihrer Gefühle zu öffnen, es darin auszuhalten und vielleicht gemeinsam heraus zu finden, ist die tägliche Arbeit der Psychologin Heike Lampe. Sie sorgt sich um die Seelen von Menschen, denen nur noch wenig Lebenszeit bleibt, und hilft ihnen, sich bis zuletzt dem Leben zuzuwenden. Ein Gespräch mit Heike Lampe
Eines steht fest: ein Tabu im eigentlichen Sinn besteht nicht mehr für die Themen Krankheit, Sterben Tod und Trauer. Gesundheitswesen, Politik, und Medien beschäftigen sich damit. Auch jeder einzelne sieht für sich den mahnend erhobenen Zeigefinger – schon aus Vorsorgegründen. Gerade erst ist in einem ernsten ethischen Diskurs der hohe Stellenwert von Selbstbestimmung – auch [...]
Auf dem Friedhof ist die Familie versammelt, um die verstorbene Grossmutter nach längerer Leidenszeit zu beerdigen. Der schmale Sarg wird in die Erde gelassen. Da ruft plötzlich die 10-jährige Enkelin: „Und wie passen denn Omas O-Beine überhaupt da rein?“ Einige der Trauergäste brechen in prustendes Gelächter aus, andere gucken noch ernster.
Abschiede sind Teil unseres Lebens. Besonders schmerzhaft empfinden wir endgültige Abschiede von Menschen, die wir lieben. In ihrem gerade erschienenen Buch »Das Unverwundbare« macht sich die Autorin Lisa Freund für eine Haltung stark, die uns hilft, Abschied zu nehmen und Krisen zu bewältigen