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	<title>Ricam Hospiz</title>
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		<title>Britischer Botschafter gratuliert zur Stiftungsgründung</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 14:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bürger gründen die Ricam Hospiz Stiftung zugunsten des ersten stationären Hospizes in Berlin. Am 20. April feierten 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft die Gründung der Stiftung im Schloss Britz. Der Britische Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, gratulierte den Stiftern und verwies auf die britischen Verdienste in der Begleitung Sterbender. Die Stiftung wird, so sagte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bürger gründen die Ricam Hospiz Stiftung zugunsten des ersten stationären Hospizes in Berlin. Am 20. April feierten 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft die Gründung der Stiftung im Schloss Britz. Der Britische Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, gratulierte den Stiftern und verwies auf die britischen Verdienste in der Begleitung Sterbender. Die Stiftung wird, so sagte der Botschafter in seiner Festrede, &bdquo;Motivation für Bürger sein, schwerstkranken Menschen Zeit oder Geld zur Verfügung zu stellen&ldquo;. Ziel der Stiftung ist die langfristige Sicherung des Ricam Hospizes in Berlin-Neukölln.</p>
<p><a href="http://media.ricam-hospiz.de/albums/album-29/lg/20120420-gr__ndungsfeier-079-240dpi.jpg" title="20120420-gr__ndungsfeier-079-240dpi.jpg"><img src="http://media.ricam-hospiz.de/p.php?a=JyIjMyM%2BOSMpbXldTGplfmxtZWFsYm9wKjY%2BOC8gMyV2Ymg9YHt0KDgyLiA0MScxOiYrOScyNys3JTQyPjIlPiItIyY%2BPzE6&amp;m=1335015309" alt="Der britische Botschafter, Simon McDonald, gratuliert den Stiftern zur Gründung der Ricam Hospiz Stiftung" title="Der britische Botschafter, Simon McDonald, gratuliert den Stiftern zur Gründung der Ricam Hospiz Stiftung" width="200" height="300" class="aligncenter size-medium" /></a></p>
<p>Durch Zustiftungen von Bürgern und Unternehmen soll das Stiftungsvermögen von 80.000 Euro langfristig erhöht werden, um die über 14-jährige Arbeit des Ricam Hospizes dauerhaft zu sichern. Gemeinsam mit der Gründerin des Ricam Hospizes, Dorothea Becker, und den anderen Gästen legte der Botschafter einen Grundstein für weiteres Engagement zugunsten Sterbender und deren Familien. Die Ricam Hospiz Stiftung ist die erste Stiftung in Berlin, die aus dem Engagement für ein Hospiz heraus gegründet wurde.<br />
Unter den Gästen waren außerdem der Neuköllner Bürgermeister, Heinz Buschkowsky, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes, Dr. Birgit Weihrauch, der ärztliche Direktor des weltweit ersten Hospizes, des St. Christopher&#8217;s Hospice, London, der ehemalige Präsident der Berliner Ärztekammer Dr. Ellis Huber und zahlreiche weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft.</p>
<p><a href="http://www.ricam-hospiz.de/stiftung/grundungsfeier-der-ricam-hospiz-stiftung/">Fotos der Gründungsfeier</a></p>
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		<title>Editorial der Ausgabe 4: Epikurs Erbe</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 19:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Turni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[vor ein paar Wochen lehnten sich einige Bewohner eines kleinen Stadtteils im Süden Hamburgs gegen den Bau eines Hospizes in der Nachbarschaft auf. Sie fürchteten einen Wertverlust ihrer Grundstücke undforderten einen Sichtschutz, der den Blick auf die Sterbenden verdecke. Prompt sprach der SPIEGEL von fehlender Nächstenliebe in dieser Siedlung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>innerhalb der Hospizbewegung reichten die Reaktionen von Kopfschütteln bis zu scharfer Kritik. Selbst Immobilienmakler hielten die Befürchtung eines Werteverlusts für Nonsens. Der wahre Grund des Protestes gegen das künftige Hospiz, so war zu vermuten, sei die mangelnde Bereitschaft, sich tagtäglich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Sicherlich erscheint die Debatte um diese Anwohnerproteste hysterisch. Und sicher ist auch, dass es in dieser Siedlung auch dann noch Kinderlachen und Grillabende im Garten geben wird, wenn die ersten Bestattungswagen vorfahren werden. Über 95 Prozent der Anwohner sind ohnehin für den Bau des Hospizes; lediglich zwei von ihnen schalteten einen Anwalt ein. </p>
<p>Das eigentlich Interessante an diesem Sturm im Wasserglas sind wohl eher die beiden Prinzipien, die sich hier offenbaren. Auf der einen Seite stehen jene, die sich der politisch korrekten Zustimmung sicher sind und immer wieder betonen, dass der Tod zum Leben gehöre. Auf der anderen Seite stehen jene, die sich nicht dazu zwingen lassen wollen, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. »Denn solange wir leben, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann leben wir nicht mehr. «Diese Haltung hat eine lange Tradition und reicht zurück bis in die Antike. Ihr prominentester Vertreter ist der griechische Philosoph Epikur, dem auch das Zitat zugeschrieben wird. Die andere Haltung, die das Leben vom Tod her denkt, ist noch wesentlich älter. Im Gilgamesch Epos, der ältesten erhaltenen Dichtung, heißt es: »Gilgamesch weint bitterlich um seinen Freund Enkidu und streift umher in der Wüste. Wenn ich sterbe, werde ich wie Enkidu sein? Sorge hat mein Herz befallen, ich fürchte mich vor dem Tod und streife durch die Wüste. «Die altägyptische Kultur basierte auf einer Orientierung zum Tode. Und das Barock propagierte den Wahlspruch: »Memento mori« (Erinnere Dich, dass Du stirbst). Aber es kannte auch das »Carpe diem« (Nutze den Tag). So unbekümmert möchten wir unser Leben genießen können und unsere Sterblichkeit vergessen. Doch spätestens dann, wenn uns ein geliebter Mensch jäh entrissen wird oder wir nach langer Krankheit von ihm Abschied nehmen müssen, wird der Tod zum einschneidenden Ereignis im Leben der Hinterbliebenen. Der Tod ist plötzlich kein abstrakter Gedanke mehr. In der Trauer um einen geliebten Menschen erfahren wir unweigerlich den Tod. Er wird zur  Erfahrung, die den ganzen Menschen bestimmt. Die Kulturwissenschaft betrachtet den Tod daher auch als<br />
das Zentrum jeder Kultur. Für die aktuelle Ausgabe der »lebenszeit« sprachen wir mit Hinterbliebenen und darüber, wie sie den Verlust eines nahen Angehörigen erlebt, durchlitten und verschmerzt haben. In diesen Gesprächen ist von Trauer die Rede und Schmerz, aber eben auch von der Zuversicht, wieder ins eigene Leben zurück zu finden. Dazu brauchen Trauernde Unterstützung. Wie Trauerbegleitung wirkt, darüber unsere Gastautorin, die Herausgeberin des Fachmagazins Leidfaden, Monika Müller, in ihrem Fachartikel.</p>
<p>Es gilt immer als Herausforderung, die Balance zu halten zwischen Lebensbejahung und Gedanken an den Tod. Die von den Medien zum Aufruhr erklärte Diskussion an der Elbe wird diese beiden Prinzipien am Ende sicher in Einklang bringen. Den beiden Klägern ist sogar zu danken, haben sie doch mit ihren Bedenken die Frage in die Öffentlichkeit getragen, wie wir leben und wie wir sterben wollen.</p>
<p>Maik Turni<br />
Ricam Hospiz<br />
Öffentlichkeitsarbeit</p>
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		<title>Wieder bei Trost sein</title>
		<link>http://www.ricam-hospiz.de/2012/lebenszeit/2274/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:52:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4]]></category>
		<category><![CDATA[lebenszeit - Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Ausgabe kommen Hinterbliebene zu Wort. Obwohl jede Trauer einzigartig ist und ihre eigene Geschichte hat, so scheint ein Merkmal universell: Trauer teilt sich mit. Meist unterstützen dann Familie und Freunde die Trauernden. Manchmal brauchen Trauernde aber auch professionelle Trauerbegleitung.
Über die Wirkung von Trauerbegleitung schreibt unsere Gastautorin, Monika Müller, Mitherausgeberin des neuen Fachmagazins »Leidfaden«.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fallbeispiel: Die 16jährige Tochter von Herrn B. war zu Weihnachten beim Musiküben durch ein geplatztes Blutgefäß (Aneurysma) gestorben und vom Vater aufgefunden worden. Das Ehepaar B. war dann über ein Jahr in meiner Begleitung. Heute – 4 Jahre danach &#8211; führen sie ein gutes Leben, wenngleich es immer noch heftige Trauerschübe gibt. »Als meine Tochter tot war, bin ich Monate lang von Pontius zu Pilatus gelaufen, um irgendwo Hilfe zu bekommen. Aber alle waren überfordert oder hatten keinen Platz, oder keine Ahnung. Niemand konnte mir helfen. Ich war meinen Gefühlen ausgeliefert. Mein Arbeitgeber hat mir erst gesagt, ich soll zuhause bleibe, solange ich wollte. Aber ich wollte ja gar nicht, ich wollte arbeiten, mich ablenken. Ich fühlte mich mitschuldig, weil ich mein Kind nicht habe beschützen können. Weil ich es zum Trompete üben gedrängt hatte. Vielleicht war der Druck beim Blasen zu groß. Als es mir dann nach einem Jahr besser ging, brach meine Frau fast zusammen, und meine andere Tochter. Um denen beizustehen, habe ich mich fünf Wochen krankschreiben lassen. Irgendwann später waren wir alle drei nicht mehr zu gebrauchen, nur Weinen, Angst, dass noch mal so etwas passiert, aggressiv waren wir auch. Die Ehe ist beinahe gekracht. Ich kannte mich nicht wieder, fand mich nicht mehr zurecht. Und dann tauchten wie aus heiterem Himmel noch die anderen Toten auf: meine Mutter vor vier Jahren, mein Bruder vor 18, gerade so, als sei es erst ein paar Wochen her. Ich konnte nicht mehr schlafen und mich bei der Arbeit nicht mehr konzentrieren und auch am Bau nichts mehr leisten. Meine Kollegen meinten, nun müsse es aber doch langsam mal gut sein. Mein Hausarzt hat mir starke Beruhigungstabletten verschrieben, weil er meine Trauer übertrieben fand und dass es schon chronisch wäre – so hat er das gesagt. Aber dadurch wurde ich erst richtig einsam und ohne irgendwelche Energie, traute mir nichts mehr zu und versackte richtig.«</p>
<p>Seit sich auch die Forschung mit Trauer befasst, weiß man besser, wie wirksam Trauerbegleitung ist. Es gibt Theorien, die die Wirksamkeit in Frage stellen, und wiederum andere, die behaupten, alles helfe, wenn die Beziehung zwischen der Trauernden und der Begleiterin nur stimme. Was bedeutet „Hilfe in der Trauer“ für einen trauernden Menschen? Sicher nicht, dass die Trauer zügig durchgearbeitet und beendet wird und „der Trauernde in einem hohen Maße den Verstorbenen hinter sich lässt und sich von den Gefühlen an ihn löst“, wie es Freud verlangte. Sicher auch nicht, dass sehr schnell alle Symptome ein für allemal verschwinden, wie Schlafstörungen, Verspannungen, Konzentrationsschwierigkeiten, starke Sehnsucht, Niedergeschlagenheit etc. Eine Begleitung mit dieser Zielsetzung wäre tatsächlich wirkungslos.</p>
<p><strong>Was können Beratung und Begleitung bewirken? </strong>Eine repräsentative nichtklinische Studie mit 73 Personen nach dem Tod eines nahen Angehörigen von ALPHA Rheinland (2001 – 2007) hat ergeben, dass allerdings sehr wohl eine Änderung durch Begleitung geschieht, nämlich in der Einstellung und in persönlichen Glaubenssätzen. 58% der Befragten, von denen die meisten Frauen zwischen zwischen 59 und 69 Jahren waren, gaben an, dass sich bereits nach 12 Wochen der Begleitung ihrer Trauer das dauernde Grübeln, die ständige Vorstellung des eigenen Versagens, die Apathie und der soziale Rückzug, der zu Beginn des Trauerprozesses einen tiefen Sinn hatte, deutlich weniger geworden sei. Besonders wichtig war ihnen die Feststellung, dass sie auffallend weniger hart mit sich ins Gericht gingen und nicht mehr glaubten, die Kontrolle wahren zu müssen und sich an niemanden wenden zu dürfen. Das führte dazu, dass sie sich wieder wichtiger nahmen, ein höheres Selbstwertgefühl beschrieben und zum Beispiel wieder sorgfältiger waren beim Aussuchen und Zubereiten von Nahrungsmitteln, bei der Einnahme von Medikamenten und Arztbesuchen und ihre Diäten seltener vernachlässigten. Und dass ihre Scham abgenommen habe, dass ihnen dieser Verlust widerfahren sei. Auch nähmen sie nicht mehr solch große Rücksicht auf andere, das heißt, dass ihr Ich stärker wurde. Über zwei Drittel der Befragten betonte, dass sie im Laufe der Gespräche einen Zugang zu ihrer Trauerreaktion bekämen[…]Eine TeilnGesprächen nach seinem Tod setzte ich mich selber wieder neu zusammen, meinen Charakter, meine Rollen, meine Biographie, meine Identitäten, mein Selbstvertrauen und meinen Selbstwert.“<br />
Diese Bewegungen und Veränderungen in den Einstellungen förderten auch die Bereitschaft, nach vorne zu schauen und sich um die Zukunft zu kümmern, statt nur zurück und ausschließlich auf den erlittenen Verlust. Das mitfühlende Zuhören und Nachfragen, die Erlaubnis und der Respekt, die Vorgabe stützender Strukturen und Regeln und der Austausch von Erfahrungen (in der Gruppe) haben nachweislich diese Bewegung gefördert und die Sicherheit im mühsamen Prozess der Reorganisation gestärkt.</p>
<p>Beratung und Begleitung verhindern, dass die Trauer erstarrt, noch stärker wird und körperliche Beschwerden auftreten. Gerade das Zulassen von Wut, Aggression, Schuld, Zweifel und Angst im eigenen Aussprechen und Annehmen der Reaktion der Begleiterin verkürzen den Ablauf und lösen Blockaden zugunsten der Weiterentwicklung. Es gilt zu verhindern, dass nicht nur die »Welt der Trauernden arm und leer geworden ist« (Freud), sondern auch das »Ich der Trauernden selbst«. Dazu braucht es in der Regel keine Therapie, wohl aber gut befähigte und vor allem in der Praxis begleitete und kompetente Personen. Beratung und Begleitung sollte solange stattfinden, bis der Prozess in Gang gekommen und seine Stabilität absehbar ist. Wichtig ist, dass die Berater in der Lage sind, das Trauererleben ggf. von bereits vorhandenen affektiven Störungen, zu unterscheiden und in befugtere Hände zu übergeben. Das obige Beispiel macht deutlich, dass Menschen, Patienten und Angehörige und Freunde, nicht nur in der Zeit des Sterbens Begleitung benötigen, sondern auch danach eigene Unterstützungsangebote erhalten müssen. »Meine Phantasien und schlimmen Gedanken lösten Gefühle aus, die sich auch ganz stark im Körper zeigten. Ich vermisste meine Tochter immer noch heftig, aber jetzt bin ich wieder bei Trost…« so der trauernde Vater aus dem Anfangsbeispiel<br />
zum Ende der Begleitung.</p>
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		<title>Hinterbliebene erzählen: Der Schild der Athene</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lebenszeit-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4]]></category>
		<category><![CDATA[lebenszeit - Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende]]></category>

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		<description><![CDATA[Renate Siebecke fotografiert leidenschaftlich gern. Als ihr Mann an einem Hirntumor erkrankte, erschien es ihr selbstverständlich, alles mit der Kamera zu dokumentieren. Die Fotos haben ihr geholfen zu trauern. Renate und Günter Siebecke waren 52 Jahre verheiratet. Er starb im Januar 2011.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ricam-hospiz.de/wp-content/uploads/2012/04/lebenszeit-41.jpg"><img src="http://www.ricam-hospiz.de/wp-content/uploads/2012/04/lebenszeit-41.jpg" alt="" title="lebenszeit-4" width="500" height="150" class="alignnone size-full wp-image-2363" /></a></p>
<p><strong>Ein Gespräch mit Renate Siebecke</strong></p>
<p><strong>lz: Frau Siebecke, was waren die ersten Anzeichen der Krankheit Ihres Mannes?</strong></p>
<p>Mein Mann war 41 Jahre lang Sportlehrer und entsprechend beweglich und fit. Eines Tages blieb er bei uns zu Hause mit dem Fuß an den Teppichfliesen hängen. Da merkte ich, dass sein rechter Fuß nicht mehr so beweglich war. Nach vielen Untersuchungen im Krankenhaus bekamen wir die Diagnose: Glioblastom. Als er dann nach dem langen Krankenhausaufenthalt nach Hause kam, war das Schlafzimmer in der ersten Etage unseres Häuschens für ihn unerreichbar. Diesen Abbau seiner Beweglichkeit hat er noch ganz bewusst erlebt. Wir haben die Essecke leer geräumt, stellten dort das Pflegebett und den Toilettenstuhl hin. Dann haben wir einen Treppenlift über drei Ebenen eingebaut,- und dass er noch einmal in die oberen Stockwerke konnte, das war für ihn das Größte! An der Wand, an der er hoch fuhr, hingen viele Fotos von den Ländern, in die wir gereist sind, &#8211; das hat er sich stundenlang angeschaut.</p>
<p><strong>lz: Das klingt ein bisschen so, als hätte er auf diesem Treppenlift sitzend sein Leben Revue passieren lassen. Haben Sie in dieser Zeit begonnen, voneinander Abschied zu nehmen?</strong></p>
<p>Damit habe ich schon im Krankenhaus begonnen. Wir sind fast 52 Jahre glücklich verheiratet gewesen. Er war neun Monate krank, und ich war jeden Tag bei ihm; habe nicht einen Tag aussetzen können. Während dieser ganzen Zeit habe ich immer Fotos gemacht. Ich habe sie mir nie angeschaut, ich weiß nicht warum, aber ich habe immer weiter fotografiert. Manchmal habe ich gar nicht mitbekommen, wie schlimm es mit ihm bergab ging. Nachdem er verstorben war, habe ich mir die Fotos ausdrucken lassen und sie angeschaut; ich war erschüttert. So hinfällig hatte ich meinen Mann nie wahrgenommen.</p>
<div id="attachment_2329" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.ricam-hospiz.de/wp-content/uploads/2012/04/Neuhaus_Fotos1-web.jpg"><img src="http://www.ricam-hospiz.de/wp-content/uploads/2012/04/Neuhaus_Fotos1-web.jpg" alt="" title="(C) Sibylle Baier" width="400" height="267" class="size-full wp-image-2329" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Sibylle Baier</p></div>
<p><strong>lz: „Einer großen Gefahr schaut man nicht direkt ins Auge“, heißt es. Aus der griechischen Mythologie kennen wir die Erzählung von Medusa. Der Held Perseus blickt beim Kampf in den spiegelblanken Schild der Athene und schaut nicht direkt auf die Medusa, denn er würde ja sonst versteinern. Sie haben offenbar etwas ganz ähnliches getan: Sie haben durch die Kamera geschaut und die Bilder erst in dem Moment angesehen, als sie Ihren Mann betrauern konnten, in einer Situation, in der Sie nicht mehr für ihn sorgen mussten. </strong></p>
<p>Ja, ein wenig war es so. Als er dann verstorben war, da hab ich sein Foto bei mir zu Hause in jeden Raum mitnehmen müssen. Ich hab mit ihm gesprochen, das war ganz eigenartig. Durch dieses Bild war er irgendwie bei mir. Das hat mir unheimlich geholfen. Und wenn ich allein war, hab ich ihn auch nach seiner Meinung gefragt. Wissen Sie, wenn man über 50 Jahre lang mit einem Menschen gelebt hat, dann hat man so vieles geteilt. Ich kam mir nur noch wie ein halber Mensch vor. Gerade was Technik oder das Haus betraf, – ich hab zum ersten Mal unsere Rollos programmiert, und ich hatte auch gar keine Geduld, mich mit dieser Technik zu<br />
beschäftigen. Daraus entstanden dann solche Ängste, dass ich das allein nicht schaffe. Und da hab ich dann einfach mit ihm gesprochen und ihn gefragt, wie er das gemacht hat.</p>
<p><strong>lz: Und das Fragen hat Sie ein wenig entlastet?</strong></p>
<p>Ja.</p>
<p><strong>lz: Was sagte denn Ihr Umfeld dazu, dass Sie mit einem Foto sprechen?</strong></p>
<p>Wenn meine Freundin und ihr Mann da waren, die haben das so geduldet, aber andere Freunde wollten das nicht. Im letzten Sommer habe ich unseren Enkelsohn eine ganze Woche bei uns gehabt, und der hat genau gesehen, dass ich das Bild immer mitnahm, in die Küche, ins Arbeitszimmer, – und er hat nichts gesagt. Am letzten Tag, als ich ihn dann wieder zu seinen Eltern fuhr, da sagte er „Omi, musst du das Foto von Opi immer mitnehmen?“ und ich sagte, „Ja, das tut mir gut, der ist immer dabei“. Und da sagte er „Aber Opi ist doch in deinem Herzen“. Er hatte recht. Und dann hab ich das einfach gelassen.</p>
<p><strong>lz: Sie haben Ihren Mann lange zu Hause gepflegt, gestorben ist er aber im stationären Hospiz…</strong></p>
<p>Wissen Sie, ich hatte keine Ahnung von den vielen Dingen, die man zur Pflege braucht. Da hat mir Karla Fest vom ambulanten Hospiz sehr geholfen. Wenn ich manchmal verzweifelt war, dann sagte mein Mann: „Renate, frag Karla Fest, die weiß Rat“. Aber dann wurden die epileptischen Anfälle immer schlimmer. Dann sagten alle, unser Hausarzt, die Home-Care-Ärztin und Karla Fest: „Frau Siebecke, das schaffen Sie nicht mehr, da gehen Sie eher zugrunde als Ihr Mann“. Ich hatte deutlich abgenommen und konnte nicht mehr schlafen, weil die Nächte das Schlimmste waren. Die Tage habe ich wirklich gut gepackt, aber die Nächte waren schrecklich.</p>
<p><strong>lz: Waren Sie in der Sterbestunde bei ihm?</strong></p>
<p>Ja, es war am 12. Januar 2011. Er hatte an diesem Tag zwei epileptische Anfälle. Nach dem zweiten Anfall beschloss ich, bei ihm zu bleiben. Ich habe ihn dann gestreichelt und ihm was erzählt, und dann merkte ich, dass er immer schwächer atmete. Und dann hörte plötzlich die Atmung auf. Und ich schrie: „Günter, hol Luft,<br />
hol Luft, du musst atmen!“ Die Schwestern waren dann gleich da, und ich schrie immer noch, obwohl es doch eigentlich eine Erlösung für ihn war. Aber ich hab das nicht begriffen. Mein Sohn kam später dazu und schrie mich an: „Mutti, hör auf zu schreien, Vati ist tot, er kommt nicht zurück!“ Da erst habe ich das richtig mitgekriegt, und dann habe ich aufgehört. Das war, als ob ich aus einem Traum wach werde. Die Schwestern fragten, was sie ihm anziehen sollten. Seit Wochen hatte ich seine Lieblingskleidung schon im Schrank. Wir warteten vor dem Zimmer und wurden dann hinein gebeten. Wissen Sie, wie herrlich das war? Kerzen über Kerzen brannten, er lag ganz ruhig flach im Bett, und die Schwester hatte Rosenblätter verstreut und unsere Bilder auf ihn gelegt. So was Schönes! Das hat so gut getan. Mein Sohn hat dann noch fotografiert. Ich habe mir die Bilder jetzt lange nicht angeguckt, aber so wie ich den Raum wahrgenommen habe, war es wie Balsam für meine Seele, das war eine Erlösung. Dass er nun endlich die Ruhe hatte, die er verdiente.</p>
<p><strong>lz: Für seine letzte Ruhestätte haben Sie ein einzigartiges Grabmal gesetzt…</strong></p>
<p>Nach seinem Tod nahmen mich meine Kinder eine Woche lang mit in den Winterurlaub. Sie sagten „Mutti, du kommst mit. Du sitzt zu Hause nur rum und heulst; das hilft nichts. Du musst raus“ Das Hotel, in dem wir waren, kenne ich, seitdem es gebaut worden ist, und mein Mann sagte immer: „Das Gasteinertal ist unsere zweite Heimat“. Ich wollte so gern etwas von dort haben für sein Grab. Wir kennen dort eine Künstlerin, die Steine bemalt. Und als ich zu ihr kam, sagte sie: „Ich hab vier Steine vom Gletscher“, und ich habe mir einen davon ausgesucht. Das ist Gletschergranit, den sie im Sommer von dort herunter geholt hat, der sieht aus wie der Großglockner, und in der Spitze ist eine Quarzader, weiß wie Schnee. Ich hatte Fotos von den Händen meines Mannes mit und diese Hände hat sie auf den Stein gemalt; dazu seinen Namen und sein Geburts- und Sterbedatum. Und am letzten Tag haben wir den Stein bei ihr abgeholt und gleich mitgenommen.</p>
<p><strong>lz: Dieser Grabstein fällt bestimmt auf&#8230;</strong></p>
<p>Ja (lacht), der ist schon vielen aufgefallen.</p>
<p><strong>lz: Dann sind Sie oft auf dem Friedhof?</strong></p>
<p>Am Anfang oft, jetzt eigentlich weniger, meist einmal in der Woche. Knapp sieben Monate nach dem Tod meines Mannes habe ich am übernächsten Grab einen Mann trauern gesehen. Er betete und war sehr traurig… Drei Wochen später war er wieder da, und dann haben wir uns fast jede Woche gesehen und über unsere beiden Ehepartner gesprochen, und über Reisen, und was wir so miteinander unternommen haben. Und als ich mal wieder meiner Schwiegertochter erzählte, dass wir uns dreieinhalb Stunden auf dem Friedhof unterhalten haben, fragte sie, „Müsst Ihr Euch ausgerechnet auf dem Friedhof unterhalten, habt Ihr wenigstens eine Bank gefunden?“ „Nö“, sagte ich, „wir stehen immer an den Gräbern“. Und meine Schwiegertochter sagte dann, dass man durchaus auch bei einer Tasse Kaffee oder einem Gläschen Wein über frühere Zeiten reden könne. Das haben wir dann auch getan, und so sind wir uns dann immer näher gekommen, und inzwischen wohnen wir zusammen.</p>
<p><strong>lz: Sie haben also über die Trauer um ihren Mannes einen neuen Lebensgefährten gefunden&#8230;</strong></p>
<p>Ja. Und wir sagen immer: „Unsere beiden da oben und der liebe Gott, die wollen jetzt, dass es uns gut geht“. Er hat drei Jahre seine Frau gepflegt und auch Schlimmes durchgemacht. Jeder hat mal einen Tiefpunkt, und wir können uns da so ungemein gut trösten. Ich hätte das niemals geglaubt,- ich war so glücklich mit meinem Mann. Aber wissen Sie, die Zeit ist vorbei; ich hab’s begriffen. Nach dem Tod meines Mannes hatte ich keinen Mut mehr zum Leben. Ich habe krampfhaft überlegt, wie ich meinem Leben ein Ende mache. Dass ich nun einen Lebensgefährten gefunden habe, das ist ein Geschenk. Das ist ein unglaublicher Zufall: nicht gesucht,<br />
aber gefunden.</p>
<p><strong>lz: Vielen Dank für dieses Gespräch, Frau Siebecke.</strong></p>
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		<title>Hinterbliebene erzählen: Eine grosse Stütze waren meine Bücher</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lebenszeit-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4]]></category>
		<category><![CDATA[lebenszeit - Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Joachim Max Kunze wurde 1921 geboren. Mit seiner Ehefrau Ursula Kunze war er 50 Jahre zusammen, davon 45 Jahre verheiratet. Sie starb 2005.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>lz: Herr Kunze, wie haben Sie damals erfahren, dass Ihre Frau unheilbar krank ist?</p>
<p>Ursula hat immer mal gehüstelt, vielleicht einmal am Abend, so dass man weiter nichts darauf gegeben<br />
hat, und dann sagte sie: „Ach weißt du, ich möchte gern nochmal an die Ostsee“. Wir sind dann nach Heringsdorf gefahren und haben dort ihren Geburtstag gefeiert. Als wir wieder heimkamen, ging das Hüsteln wieder los, und ihr behandelnder Arzt sagte „Ich schicke Sie mal zum Spezialisten“. Und dann sind wir nach Neukölln zum Spezialisten gefahren, der uns ins Krankenhaus überwies. Dort wurde der Tumor festgestellt, zwischen Herz und Lunge &#8211; nicht erreichbar.</p>
<p>lz: Das war sicher ein großer Schock…</p>
<p>Ja. Der Stationsarzt im Krankenhaus sprach von höchstens einem Jahr als Lebenserwartung. Und der Arzt, der zu Hause meine Frau behandelte, sagte, es würde nicht mal mehr einen Monat dauern. Ich habe mich dann  mit den ganzen Folgen dieser Krankheit befasst, und ich habe mir gesagt, wenn ihr tatsächlich nur noch ein Monat bleibt, dann soll sie ganz in Ruhe und ohne Schmerzen sterben.</p>
<p>lz: Ihre Frau wusste also, dass die Ärzte nichts mehr für sie tun können? Ja, sie kannte den Verlauf von ihrer<br />
Mutter, bei der die Krankheit auch ziemlich rasch zum Tode geführt hatte. Und als meine Frau ins Hospiz kam, wusste sie auch, wie es um sie stand. Sie bekam dort ein Einzelzimmer, was mich sehr gefreut hat. Man sagte mir, dass ich auch dort übernachten könne. Sie würden mir dann ein Bett in ihr Zimmer stellen, ich könne aber auch im Gästezimmer übernachten, ich könne sogar dort mit essen&#8230; Alle waren sehr warmherzig. Etwas Besseres hätte mir in meiner Lage gar nicht passieren können. Ich war froh, dass ich die letzte Zeit mit meiner Frau dort verbringen konnte.</p>
<p>lz: Wie haben Sie diese Zeit in Erinnerung?</p>
<p>Der Tumor hatte schon Metastasen im Gehirn gebildet. Und meine Frau war schon recht verwirrt. Sie äußerte Dinge, die zum Teil sogar in Schmähungen ausfielen. Das war für mich sehr schwer zu ertragen.</p>
<p>lz: Waren Sie dabei, als sie starb?</p>
<p>Am Abend davor riet mir die Schwester, nach Hause zu fahren, um mich auszuruhen, und sagte: „Wir rufen Sie an, wenn sich etwas ändert.“ Morgens gegen 5 Uhr kam dann ein Anruf: „Ihre Frau ist verstorben“. Im Hospiz fragten sie mich, was sie anziehen solle. Das fand ich gut. Alle haben sich anschließend diskret zurückgezogen. Ich war dann mit meiner Frau allein. Und dann merkte ich, dass sie verstorben war, dass ich sie nicht mehr in den Arm nehmen konnte. Und dann kam Schwester Gerlinde, die sagte: „Junge, komm mal her“, dann hat sie mich in den Arm genommen, und da kamen zum ersten Mal Tränen.</p>
<p>lz: Wie haben Sie die Trauer erfahren?</p>
<p>Als ich in der Wohnung saß, fragte ich mich: „Wie soll’s denn jetzt weiter gehen?“ Jedes Stück, das man in die Hand nimmt, erinnert daran, dass man es zusammen geschaffen hat: die Schrankwand, der Fernseher, die Waschmaschine&#8230; Das sind alles Erinnerungen. Ganz oft dachte ich mir: Tank das Auto nochmal<br />
voll, und der nächste Pfeiler von der Brücke ist deiner&#8230; Ich hatte starke Depressionen.</p>
<p>lz: Waren Sie denn beim Arzt wegen der Depressionen?</p>
<p>Ich habe das selber geschafft, aber ich war auch nah dran, zum Alkoholiker zu werden. Es war wirklichschlimm. Eine große Stütze waren meine Bücher. In meinem Bücherregal stehen viele Bücher von Stanislaw Lem. Eines hat mir meine Stiefschwester geschenkt: „Die Irrungen des Dr. Stefan T.“ Daraus habe ich ziemlich viel Kraft geschöpft. Ich hab inzwischen schon viele andere Bücher mit ganz anderen Augen<br />
gelesen und mich gefragt, warum ich früher an ihnen vorbei gehen konnte. Zum Beispiel lese ich jetzt gerade von Gogol die „Petersburger Erzählungen“. Ein Buch, das ich früher nicht in die Hand genommen<br />
hätte. Jetzt verschlinge ich es geradezu.</p>
<p>lz: Wer war für Sie da, wenn es Ihnen schlecht ging?</p>
<p>In erster Linie mein Neffe und seine Frau. Im Nebenblock wohnt eine ehemalige Arbeitskollegin meiner<br />
Frau, die sich auch jetzt noch um mich kümmert, die mir mal Essen bringt, wenn sie meint, sie hätte zu viel gekocht. Aber dennoch ist das Bett neben mir leer. Die Betten stehen ja noch zusammen, und man denkt: War’s das nun wirklich? Was wird nun werden?</p>
<p>lz: Haben Sie sich denn eine neue Partnerschaft gewünscht?</p>
<p>Vor ein paar Jahren hätte ich gerne eine neue Frau finden wollen, aber jetzt möchte ich lediglich noch einmal<br />
einen Menschen haben, mit dem ich mich gut verständigen kann. Nun wage ich den Schritt, auch das Schlafzimmer zu verändern. Das muss jetzt sein. Ich hatte auch eine andere Frau kennengelernt. Als sie zum ersten Mal bei mir war, da habe ich mich gefragt: „Willst Du es wirklich?“ Sie könnte meine Tochter sein. Sie ist 63 Jahre alt und ich werde 91! In meinem Alter kann jeder Tag der letzte sein, und dann habe ich mich gefragt, ob ich dem anderen diese Trauer, diese Last noch aufbürden muss? Inzwischen sind wir gute Freunde und haben ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Und das ist auch ganz gut so. So lebt jeder sein Leben.</p>
<p>lz: Herr Kunze, vielen Dank für dieses Gespräch.</p>
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		<title>Hinterbliebene erzählen: Wir heirateten im Krankenhaus</title>
		<link>http://www.ricam-hospiz.de/2012/lebenszeit/wir-heirateten-im-krankenhaus/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lebenszeit-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4]]></category>
		<category><![CDATA[lebenszeit - Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende]]></category>

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		<description><![CDATA[Marion Fehrmann und Michael Föge lebten 25 Jahre zusammen, bevor er an einem Hirntumor erkrankte und sie im Krankenhaus heirateten. Michael Föge war Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen FahrradClubs (ADFC) und Fahrradbeauftragter des Berliner Senats. Er starb 2003.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ein Gespräch mit Marion Fehrmann</p>
<p>lz: Frau Fehrmann, der neunte Todestag Ihres Mannes war Anfang des Jahres. Was haben Sie an diesem Tag getan?</p>
<p>Mein kleiner Enkel hat meinen Mann noch kennengelernt, und als er vielleicht drei Jahre alt war, da meinte er: „Der Opa Micha hat doch immer so gerne Bier getrunken. Wollen wir ihm nicht eine Flasche Bier zum Friedhof mitnehmen?“ Und seitdem gießen wir immer eine Flasche Bier auf die Wiese.</p>
<p>lz: Das klingt ja eher heiter&#8230;</p>
<p>Wir sind Atheisten. Er war ja Physiker, ich Mathe- und Physiklehrerin. Für mich ist es einfach praktisch zu wissen, diese Urne, diese Asche liegt da eben auf dieser Wiese und ich brauche mich darum, nicht zu kümmern.</p>
<p>lz: Was haben Sie getan, als Sie und Ihr Mann wussten, wie es um ihn steht?</p>
<p>Als wir erfuhren, dass es keine Heilung mehr gibt, sind wir von Prenzlauer Berg, wo wir wohnten, nach Mahlsdorf zu Freunden gezogen. Dort gibt es ein Haus und einen Garten, wo man sich vom Großstadttrubel verabschieden konnte und in der Natur einen Halt fand. Wir haben versucht, noch so viel wie möglich gemeinsam zu erleben. Teilweise war es problematisch für mich, weil er nicht über das sprechen wollte, was kommen würde.</p>
<p>lz: Sie haben vor der ersten Hirn-OP im Krankenhaus geheiratet. Das war sicher eine spontane Entscheidung, oder?</p>
<p>Wir hatten immer gesagt, dass wir im Alter heiraten würden. Dann kam die OP und da war mir klar, jetzt müssen wir heiraten. Und das möglichst noch heute. Sie haben sich im Krankenhaus sehr bemüht, noch einen Standesbeamten zu finden, der Sonntagnachmittag ins Krankenhaus kommt und die Trauung vornimmt. Das Kuriose geschah dann am nächsten Tag, als mein Mann von der OP erwacht war Ich kam mit meiner Tochter ans Bett, und das erste, was er sagte, war: »Marion, wir müssen die Ehe annullieren!« Ihm ging es nach der OP wesentlich besser und er dachte, er sei nun wieder gesund.</p>
<p>lz: Das hat Ihnen wahrscheinlich auch noch mal ganz viel Hoffnung gegeben?</p>
<p>Man hofft immer irgendwie auf ein Wunder und erst einmal haben wir die Zeit nach der OP genossen, wo alles wieder so halbwegs normal war. Doch dann wuchs ja der Tumor auch wieder. Wir haben seinen 50. Geburtstag noch mal ganz groß hier im Garten gefeiert. Er war ja noch bis zum Schluss Fahrradbeauftragter und auch ADFC-Vorsitzender. Alle haben sich sehr liebevoll um ihn gekümmert. Und danach ging es eben wirklich bergab und auch relativ schnell.</p>
<p>lz: Waren Sie bei ihm, als er ging?</p>
<p>Ja. Das war ganz schön, meine Tochter war mit meinem Schwiegersohn da und dann war noch seine Ärztin mit dabei, mit der wir schon jahrelang befreundet sind. Die Mitarbeiterinnen im Hospiz hatten das alles schön hergerichtet. Es war so friedlich. Das Fenster war auf, die Gardine wehte im Wind. Noch in der gleichen Nacht habe ich seinen Stellvertreter angerufen, und der hat Rund-Mails geschickt, das fand ich sehr beachtlich. Und dann kamen am nächsten Tag tatsächlich die jungen Leute vom ADFC und auch die Parteigenossen von der SPD ans Totenbett und haben sich von ihm verabschiedet. Dann habe ich noch einen guten Freund von ihm angerufen und hab ihm gesagt: »Wenn du ihn noch mal sehen willst&#8230;« Er war mir auch ganz dankbar, dass er so etwas erleben konnte.</p>
<p>lz: Was fühlten Sie, nachdem er gestorben war?</p>
<p>Nach anderthalb Jahre des Auf und Ab der Krankheit habe ich den letzten Atemzug eigentlich auch als Erleichterung empfunden, muss ich sagen. Weil es ja keine Hoffnung mehr gab, keine Zukunft mehr. Ich hab mich ja selber auch so aufgegeben. Ich habe ihn bis zum Schluss begleitet. Das habe ich auch gerne gemacht, aber als es vorbei war, wusste ich, dass ich wieder ins Leben zurückkehren kann. Ich hab es als Chance gesehen, jetzt mein Leben irgendwie weiter zu führen.</p>
<p>lz: Wenn Sie zurückblicken, was ist Ihnen besonders in Erinnerung?</p>
<p>Am 12.Februar 2003 ist mein Mann im Ricam Hospiz verstorben, nachdem er dort 6 Wochen seine letzten Tage verbracht hat. Zu dieser Zeit wurden auch Aufnahmen von Patienten gemacht im Rahmen eines Fotoprojektes von Walter Schels* und Beate Lakotta, die im Buch »Noch mal leben vor dem Tod« veröffentlicht wurden. Und genau das empfand ich immer wieder als wertvolle Erinnerung. Ich kann mir die Bilder immer wieder ansehen und sie auch anderen zeigen. Dieses Projekt war mir auch immer wieder eine große Hilfe. Vom Lebenden hat man ja solche Fotos, aber wenn jemand gestorben ist, dann macht man in der Regel keine Fotos mehr. Und dass sie es wirklich so getroffen haben, dass er aussah, wie ich ihn die letzten Jahre kannte, so ein Bild, als wenn er schlafen würde. Das war etwas ganz Besonderes.</p>
<p>lz: Frau Fehrmann, herzlichen Dank für dieses Gespräch.<br />
*Die Fotos von Walter Schels wurden rund um den Globus in Galerien ausgestellt.</p>
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		<title>Hinterbliebene erzählen: Du bist ein treuer Freund</title>
		<link>http://www.ricam-hospiz.de/2012/lebenszeit/du-bist-ein-treuer-freund/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lebenszeit-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4]]></category>
		<category><![CDATA[lebenszeit - Magazin für Diskurs und Ethik am Lebensende]]></category>

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		<description><![CDATA[Götz Richter und Dieter Schulz haben 18 Jahre zusammen gelebt. Beide kamen aus einer Ehe. Jeder hatte seine Wohnung. Dieter lebte in Potsdam. Götz in Berlin. Die Wochenenden und die Urlaube verbrachten sie zusammen. Dieter Schulz starb im Dezember 2009.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gespräch mit Götz Richter</p>
<p>lz: Herr Richter, spielte in Ihrer Partnerschaft die Frage eine Rolle: Was  machen wir, wenn jemand von uns beiden ernsthaft krank wird und es darum gehen wird, wichtige Entscheidungen zu treffen?</p>
<p>Explizit nicht. Das kam erst zur Sprache, als er krank wurde. Einmal sind wir in Stahnsdorf spazieren gewesen und haben so vor uns hin gesagt: „Hier können wir uns ja anonym verscharren lassen.“ Nach dem Motto:  Wenn wir tot sind, sind wir tot.« Aber als es konkret wurde, entschied er sich doch für einen Urnenplatz auf dem Potsdamer Friedhof. Noch heute sehe ich uns beide zu Hause auf dem Sofan sitzen, der Bestatter zu Besuch,n und dann ging es darum, wie Dieter sich die Trauerfeier vorstellte, welches Sargmodell er haben wollte…, und so sind wir da alles durchgegangen, das hat vielleicht zwei Stunden gedauert. Und dann ging der Bestatter und da haben wir uns beide schweigend angeguckt, und wir wussten, nur Autokauf ist schöner. Die Patientenverfügung haben wir dann natürlich auch aufgesetzt. Dieter hat auch einen Sohn, aber für ihn war es wichtig, dass ich die Entscheidungen treffe, bis zu seinem Tod. Dann hatte er eine CD aufgenommen für die Beerdigungsmusik und in dieser Zeit, da war keine Trauer…</p>
<p>lz: So wie Sie es schildern, klingt es auch eher wie eine Reisevorbereitung&#8230; </p>
<p>Ja, genau, so war es! Die ganzen Fragen mussten ja erst einmal geklärt werden: Was brauchen wir noch an Dokumenten? So leicht kommt man ja nicht unter die Erde.</p>
<p>lz: Welche Erinnerungen haben Sie an die letzte Zeit, die Sie gemeinsam verbracht haben? Der Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde spät festgestellt. Und wie er es immer gemacht hatte, wenn er krank war,  wollte er alles allein bewältigen. Aber irgendwann kam er zu Hause allein einfach nicht mehr zurecht und da willigte er ein, ins Hospiz zu gehen. Als ich ihn da das erste Mal besuchte und ins Zimmer trat, lag er da und strahlte die Leute an und in dem Moment wusste ich: „Gott, ja, das war die richtige Entscheidung, auch für ihn.“ Es bedeutete nicht nur eine Entlastung für mich, sondern er spürte, dass ihm hier geholfen wird. Ich  konnte im Hospiz bleiben, solange ich wollte, auch nachts. In der Küche bekam ich auch immer etwas zu essen und immer meinen Kaffee, konnte mich auch mal in den Wintergarten setzen, mich mit anderen unterhalten, immer mal raus auf die Terrasse gehen. Oder ich nahm mir eine Decke, legte mich bei Dieter im Zimmer hin und döste. Dann wurde es langsam immer schlechter. Er konnte nicht mehr aus dem Stuhl raus, wollte nicht mehr viel.</p>
<p>lz: Haben Sie sich bewusst voneinander verabschiedet?</p>
<p>Wir haben es immer ein wenig flapsig gehalten, mit viel Humor. Aber drei Tage vor seinem Tod, da sagte er zu mir: „Du bist ein treuer Freund!“ Und das war schon viel für ihn! Und dann an einem Tag, er konnte schon nicht mehr sprechen, hat er immer seinen Arm so seltsam hochgehoben. Ich wusste nicht, was er von mir wollte. Ich bin zu ihm hingegangen und dann hat er mich umarmt. Einen ganzen Moment. Das war der Abschied. Dann war es auch gut und er musste sich wieder mit sich selbst beschäftigen. Ich habe es danach auch vermieden, ihn zu berühren. Ich wollte ihm seine Ruhe lassen und ihn nicht immer wieder »zurück holen«. Ich hatte das Gefühl, er könne dann nicht gehen, weil ich ihn nicht lasse.</p>
<p>lz: Unter welchen Umständen ist Ihr Partner gestorben? Den Abend bevor er starb, war ich nach Hause gefahren, um mich auszuruhen. Morgens gegen halb sechs Uhr kam dann ein Anruf, dass ich doch bitte kommen sollte, und ich bin hingefahren. Da war er wieder so unruhig. Er bekam eine Morphinspritze und schlief dann wieder ein. Ich schlief auch noch eine Stunde. Dann setzte ich mich neben ihn und es war eine ganz friedliche Stimmung. Er atmete ruhig, ich war nochmal kurz draußen, kam zurück und mit einem Mal setzte die Atmung aus. Dann kam so ein tiefer Seufzer. Und ich war froh, dass es nicht in der Nacht passiert ist, sondern ich wirklich bis zum letzten Atemzug dabei sein konnte und auch sehen konnte, wie ruhig er hinübergeglitten ist. Ohne Krämpfe und Kämpfe.</p>
<p>lz: Wie lange sind Sie bei ihm geblieben?</p>
<p>Ich blieb eine Weile sitzen&#8230; eine gefühlte halbe Stunde. Dann bin ich auf den Flur gegangen. Ich hatte das Angebot, so lange zu bleiben, wie ich wollte. Bis abends, bis der Bestatter ihn abgeholt hat, bin ich geblieben. Ich habe eigentlich den ganzen Tag noch mit ihm verbracht, bin zwischendurch immer mal raus aus dem Zimmer, habe Kaffee getrunken und kam wieder rein. Das fand ich sehr wichtig für mich: diese Zeit zum Begreifen&#8230; auch noch mal Anfassen, zu merken, jetzt wird er kalt&#8230; das fand ich ganz wichtig.</p>
<p>lz: Wann kam die Trauer zu Ihnen?</p>
<p>Am Tag nach seinem Tod musste ich die Beerdigung vorbereiten, die Karten schreiben&#8230; man war ständig am Rotieren. Die Trauer kam das erste Mal massiv bei der Beerdigung. Wirkliches Abschiednehmen! Im Hospiz    konnte ich ja immer wieder rein gucken und er war da noch da. Nach der Beerdigung im Januar bin ich gleich mit Freunden in den Skiurlaub gefahren. Und auch danach habe ich sehr viel unternommen, manchmal zu viel. Freunde meinten, ich solle mir doch Zeit für mich lassen. Das hat mir aber Angst gemacht. Es war für mich auch wichtig, selbst wieder Leute einzuladen. Einkaufen, kochen&#8230; Es war nur immer komisch, wenn die Gäste wieder weg waren. Mit ihm konnte man damals eben noch mal über den Abend reden, ein wenig lästern. Ich habe keine neue Partnerschaft&#8230; Ob sich das je ergeben wird, weiß ich nicht.</p>
<p>lz: Was hat Ihnen Kraft gegeben?</p>
<p>Ich denke, im Großen und Ganzen hat es mir weitergeholfen, gemeinsame Dinge mit Freunden zu unternehmen, in der Natur zu sein, mit dem Boot, das wir gemeinsam hatten, herumzufahren und auch mal Rotz und Wasser zu heulen. Die Trauer, sie ist heute noch da, aber nicht mehr ganz so scharf. Ich vergleiche das immer mit einer Wunde. Am Anfang blutest du, und dann fangen die Schmerzen richtig an und dann pocht es noch und irgendwann ist nur noch die Narbe da und bei Wetterumsprüngen fängt es noch mal an, weh zu tun</p>
<p>lz: Vielen Dank für dieses Gespräch, Herr Richter.</p>
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		<title>Ausstellung von HOPE worldwide im Ricam Hospiz</title>
		<link>http://www.ricam-hospiz.de/2012/nachrichten-aus-dem-ricam-hospiz/ausstellung-von-hope-worldwide-im-ricam-hospiz/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 17:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus dem Ricam Hospiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ricam-hospiz.de/?p=2241</guid>
		<description><![CDATA[Ausstellung von HOPE worldwide Deutschland. Vernissage am 30.März 13:30 Uhr &#8211; 16:00 Uhr im stationären Ricam Hospiz Die Bilder sind ab dem 30. März bis Anfang Juni zu sehen und können käuflich erworben werden. 10 Prozent des Kaufpreises fließen dem Ricam Hospiz als Spende zu. Mit seiner Arbeit will der Verein alten Menschen neue Hoffnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausstellung von HOPE worldwide Deutschland.<br />
Vernissage am 30.März 13:30 Uhr &#8211; 16:00 Uhr im stationären Ricam Hospiz<br />
Die Bilder sind ab dem 30. März bis Anfang Juni zu sehen und können käuflich erworben werden. 10 Prozent des Kaufpreises fließen dem Ricam Hospiz als Spende zu.</p>
<p><a href="http://www.ricam-hospiz.de/wp-content/uploads/2012/03/hopeww-vernissage.jpg"><img src="http://www.ricam-hospiz.de/wp-content/uploads/2012/03/hopeww-vernissage-300x169.jpg" alt="" title="hopeww-vernissage" width="300" height="169" class="alignnone size-medium wp-image-2242" /></a></p>
<p>Mit seiner Arbeit will der Verein alten Menschen neue Hoffnung geben und Wege aus der Einsamkeit weisen. Das Programmangebot gliedert sich in die Bereiche Bildung, Kultur, Gesundheit und Unterhaltung. Einer der beliebtesten Programmangebote sind die Malkurse, die von Frau Annette Djamschidpur  seit Jahren geleitet werden. Hier wird mit Ölfarben auf Leinwand gearbeitet, was am Anfang für einige der Senioren, die bis dahin nie gemalt hatten, unvorstellbar war. Inzwischen haben mehrere Ausstellungen stattgefunden, auf denen die Kursteilnehmer ihre Bilder erfolgreich präsentieren konnten, die von den Besuchern gut angenommen wurden. </p>
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		<title>Bürger gründen Stiftung für das Ricam Hospiz</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 15:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin. Sterbende nicht allein zu lassen – diese Idee trat in England ihre Reise um die Welt an. Die Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders gründete Ende der sechziger Jahre das erste Hospiz der Welt in London, das St. Christopher’s Hospice. Über 30 Jahre später öffnete das Ricam Hospiz als erstes stationäres Hospiz in Berlin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin. Sterbende nicht allein zu lassen – diese Idee trat in England ihre Reise um die Welt an. Die Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders gründete Ende der sechziger Jahre das erste Hospiz der Welt in London, das St. Christopher’s Hospice. Über 30 Jahre später öffnete das Ricam Hospiz als erstes stationäres Hospiz in Berlin seine Türen. Seitdem engagieren sich dort zahlreiche Bürger als Spender oder ehrenamtlich für schwerstkranke Menschen und deren Familien. </p>
<p>Um die Angebote des Ricam Hospizes auch langfristig sichern zu können, wurde nun die Ricam Hospiz Stiftung gegründet. Möglich wurde die Gründung durch ein privates Vermächtnis und durch das Engagement des Lions Club Berlin-Kurfürstendamm sowie der Gesellschaft der Freunde des Ricam Hospizes. Damit ist die Ricam Hospiz Stiftung die erste Stiftung in Berlin, die durch bürgerschaftliches Engagement für ein Hospiz errichtet werden konnte. </p>
<p><strong>In einer feierlichen Gründungszeremonie stellt sich die Ricam Hospiz Stiftung im Rahmen der 3. Berliner Stiftungswoche am 20. April erstmals der Öffentlichkeit vor. </strong>Vor geladenen Gästen werden im Schloss Britz u.a. der Britische Botschafter, Simon McDonald, der ärztliche Leiter des St. Christopher’s Hospice, Dr. Nigel Sykes, und die Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes, Dr. Birgit Weihrauch, sprechen.</p>
<p>Zu den Gremienmitgliedern der jungen Stiftung gehören der ehemalige Präsident der Berliner Ärztekammer, Dr. Ellis Huber, sowie der Bezirksbürgermeister Neuköllns, Heinz Buschkowsky. </p>
<p>Die Stiftung konnte mit einem Vermögensstock von 80.000 Euro ausgestattet werden. Durch Zustiftungen von Bürgerinnen und Bürgern soll das Kapital langfristig erhöht werden, um auch zukünftig die vielfältigen Angebote des Ricam Hospizes für Patienten und deren Familien zu erhalten und weiter zu entwickeln. </p>
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		</item>
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		<title>Urlaubsvertretung in der Pflege gesucht</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 19:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ricam-hospiz.de/?p=2237</guid>
		<description><![CDATA[Für die Monate Juli und August 2012 suchen wir als Urlaubsvertretung eine Krankenschwester/einen Krankenpfleger oder eine/n Altenpfleger/in. Ansprechpartner: Pflegedienstleitung, Johannes Schlachter; Telefon: 030/ 62 888 00 Interessierte Bewerber/innen informieren sich bitte auch auf unserer Seite Ausschreibungen über Einstellungsvoraussetzungen Ausschreibung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Monate Juli und August 2012 suchen wir als Urlaubsvertretung eine Krankenschwester/einen Krankenpfleger oder eine/n Altenpfleger/in. </p>
<p><strong>Ansprechpartner</strong>: Pflegedienstleitung, Johannes Schlachter; Telefon: 030/ 62 888 00</p>
<p>Interessierte Bewerber/innen informieren sich bitte auch auf unserer Seite Ausschreibungen über Einstellungsvoraussetzungen <a href="http://www.ricam-hospiz.de/jobs-und-praktika/ausschreibungen/">Ausschreibung</a>.</p>
]]></content:encoded>
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